Deutschland

DVF-N7080

Test in Ausgabe 1/2005: "Spitzenklasse, sehr gut"

Das "N" im Namen steht für "Network" und weist darauf hin, dass dieser Kenwood mehr ist, als es auf den ersten Blick scheint. Streng genommen ist er ein halber Computer: Via Netzwerk-Buchse kann der 7080 mit PCs anbandeln und Fotos oder Videos von deren Festplatten ins Heimkino saugen. Das funktioniert - ein LAN-Netzwerk vorausgesetzt - erstaunlich unkompliziert und qualitativ durchaus überzeugend. Die Videoinhalte müssen auf den teilnehmenden PCs lediglich für den Fernzugriff "sichtbar" gemacht und freigegeben werden, was dank mitgelieferter Software mit wenigen Mausklicks erledigt ist.

Idealerweise ist in einem der angeschlossenen Computer eine TV-Tunerkarte eingebaut, dann stellt sich die recorderfrage gar nicht: DIe Sendungen lassen sich einfach auf dem PC mitschneiden und dann vom DVF-N7080 aus abrufen.

Als weitere Eingangs-Option neben DVD und Netzwerk bietet der Kenwood frontseitig einen Einschub für handelsübliche PC-Speicherkartenadapter. Damit lassen sich Digitalkamera-Bilder etwa von SD-Karten und Memory Sticks auch direkt, ohne Umweg über den PC, betrachten.

Bilanz
Mit dem Zugriff auf die Festplatten benachbarter Computer hat der Kenwood ein geniales Feature, das vor allem PC-Freunde und Digitalfotografen anspricht. Ist ein Rechner vorhanden, sind nur relativ geringe zusätzliche Investionen (unter 100 Euro) für einen Netzwerk-Router fällig, und es kann losgehen (Autor: Bernhard Rietschel).

Testergebnisse
Klang CD: gut
Klang DVD: sehr gut
Bildqualität: sehr gut
Ausstattung: sehr gut
Bedienung: problemlos
Verarbeitung: sorgfältig

AUDIO-Testurteil: sehr gut
Spitzenklasse
Preis/Leistung: sehr gut


Test in Ausgabe 1/2005: "sehr gut"

Für den Liebhaber klassischer Gerätekategorien muss dieser DVD-Player ein Schock sein. Denn dass der DVF-N7080 ein sehr guter Player ist, ist definitiv nur die eine Seite der Medaille. Wichtiger für jetzt und vor allem für die Zukunft ist ein Feature, dass den DVD-Player zum Herrscher über alle Medien auf den häuslichen Computern macht: die Netzwerkfähigkeit. Ob MP3 oder AVI, MPEG oder gar JPEG - der DVF-N7080 holt sich die Daten von den angeschlossenen Rechnern und gibt sie in der guten Stube auf dem AV-Gerät wieder.

Damit ist Kenwood Vorreiter eines Trends, der in allernächster Zukunft die braune Ware revolutionieren wird. Keine Geräte mehr, die kommunikationslos herumstehen. Anstelle dessen lebendige Interaktion zwischen allem, was Medien speichern und abspielen kann. Die Handhabung ist denkbar simpel: Man schließt das Gerät mittels eines Standard-Anschlusses an das vorhandene Netzwerk an (auch wireless ist möglich).

Die Rechner, von denen gelesen werden kann, benötigen eine spezielle Software, mittels derer die Ressourcen freigegeben werden - also Ordner und einzelne Mediendateien. Das geht schnell und macht auch für einen PC-Laien wenig Mühe, denn das alles ist ziemlich narrensicher aufgebaut. Im nächsten Schritt erkennt der Player die Ressourcen und gibt eine Liste der möglichen Dateien. Und das war es eigentlich schon. Zwar sitzt gerade bei Netzwerken der Teufel mitunter im Detail - aber wenigstens bei unserem Test lief alles glatt und problemfrei.

Was aber unbedingt noch erwähnenswert ist: Schlechte Originale auf dem PC werden auch durch den Kenwood keine optischen und akustischen Schmankerl. Zwar hören sich MP3-Dateien über die große Anlage besser an als über den PC. Aber immer - auch bei Videos - kommt es auf die Vorlage an.

Auch die übrige Bedienung gestaltet sich unproblematisch, und Ton und Bild im Normalbetrieb sind auf dem guten Niveau, das Kenwood auch sonst den Käufern bietet kein großer Unterschied zu den netzwerk-freien Playern. Es gibt keinen vernünftigen Grund, auf diese neue Technologie zu verzichten, zumal sie sich ausgereift und handhabbar präsentiert. Das ist die Zukunft.

Fazit
Kenwood macht vor, wie es geht: ein Gerät, das einfach zu bedienen ist und mit seinen Netzwerkfähigkeiten ein schier unerschöpfliches Potenzial bietet. Andere Hersteller werden mit dieser Technologie nachziehen müssen, wollen sie nicht Gefahr laufen, die Zukunft zu versäumen.

Bewertung: sehr gut

(Autor: Michael Außerbauer)


Praxistest in Ausgabe 12/2004: "Technikmuffel brauchen keine Angst vor Überforderung zu haben"

Auffälligstes Merkmal, das den DVD-Player DVF-N7080 von einem Standardgerät unterscheidet: ein Schacht, der mit einem PCMCIA-Adapter so ziemlich alles liest, was an Speicherkarten auf dem Markt ist. Damit zaubert der DVD-Leser Bilder von der Digicam ohne PC auf den Fernseher. Ungewöhnliches auch auf der Rückseite: Dort nimmt eine Ethernetbuchse via Netzwerk-Kabel Kontakt zum Rechenknecht auf. Der Nutzer muss nur noch die Kenwood-Software auf dem Computer installieren und MP3-, Bilder- sowie Filmordner auswählen, schon lässt sich die Festplattenkost auf dem TV genießen.

Technikmuffel brauchen übrigens keine Angst vor Überforderung zu haben: Die Fernbedienung des Players hat eigene Drücker für Bilder, Musik und Filme, die vom Rechner kommen. [...] Erfreulich sind die Datenformate, die der DVD-Leser beherrscht: Neben obligatorischem MPEG1 und 2 versteht der Kenwood-Player auch das DivX-Format, was vor allem Download-Freunden gefallen dürfte. Auch bei Bildformaten gibt sich der Kenwood nicht wählerisch: Egal ob auf dem Rechenknecht GIF-, PNG- oder BMP-Dateien ausgewählt werden, die Kenwood-Software wandelt alles in JPEG um und schickt das Futter via Netzwerk auf die Reise zum Player.


Tests in Ausgabe 1/2005 bzw. 3/2005: "richtungweisendes Konzept"

Kenwoods DVF-N7080 kann, wie viele aktuelle Geräte, selbst gebrannte Disks mit allerlei unterschiedlichen Dateiformaten abspielen. MP3, MPEG, DivX, selbst Musik im seltenen Codec Ogg Vorbis sind für ihn kein Problem. Wozu also noch der Netzwerkanschluss? Ganz einfach: Weil das Abspielen vom PC viel komfortabler ist und das laute Monstrum trotzdem nicht im Wohnzimmer stehen muss!

Bedienung
Sowohl Player als auch PC-Software sind kinderleicht zu bedienen und weitgehend selbsterklärend. Grundsätzlich werden die Genres Filme, Fotos und Musik in unterschiedliche "Schubladen" einsortiert. Innerhalb eines Genres können beliebig viele Kategorien definiert werden, z.B. Action, Sci-Fi oder Doku. Selbst bei sehr vielen Dateien fällt es also leicht, den Überblick zu behalten.

Praxis
Die einfache Bedienung von Player und Software ist sehr erfreulich. Anlass zu Kritik gibt es in puncto Schnelligkeit und Zuverlässigkeit: Das Gerät braucht extrem lange, um eine Disk einzulesen und zu einem anderen Titel zu springen. Selbst ohne angeschlossenes Netzwerk stürzt der DVF-N7080 gelegentlich ab und muss vom Strom getrennt werden, um wieder einwandfrei zu arbeiten. Glücklicherweise bietet Kenwood kostenlose Updates für die Firmware des Players und die PC-Software und damit die Möglichkeit, letzteres Problem zu lösen. Updates sind außerdem wichtig, um auch in Zukunft aktuelle Codecs abspielen zu können. In Kombination mit einem TV-Tuner im PC bietet das Gerät eine Alternative zum Festplattenrekorder. Die Vorteile: Wird ein neuer Player angeschafft, bleiben die Daten auf der Festplatte des Computers erhalten. Der Speicherplatz im PC ist beliebig erweiterbar und Backups auf einer weiteren' Festplatte sind möglich. Natürlich muss der PC zum Abspielen über das Netzwerk immer eingeschaltet sein, doch immerhin ist es nicht notwendig, ihn ins Wohnzimmer zu stellen.

Bild
Kenwoods Player bietet eine satte, angenehme Farbdarstellung, hohe Frequenzen sind über Komponente etwas überschärft. Es gibt keinerlei Einstellmöglichkeiten für Helligkeit, Kontrast usw.

Fazit
Obwohl Zuverlässigkeit und Schnelligkeit des Players verbesserungswürdig sind, muss man Kenwood zu diesem richtungweisenden Konzept beglückwünschen. Sowohl der DVF-N7080 als auch die PC-Server-Software sind komfortabel und einfach zu bedienen. In Kombination mit einem TV-Tuner ist das Gerät eine sinnvolle Alternative zu einem Festplattenrekorder.

Bewertung

Bild: 1,4
Ton: 1,6
Ausstattung: 1,0
Verarbeitung: 1,6
Bedienung: 1,3

Gesamtnote: 1,4
Oberklasse
Preis-Leistungsverhältnis: gut

(Autorin: Carola Schönrock)